Ein Tag bei der Lebenshilfe Frankfurt am Main e.V.

Man kann sich vieles erklären lassen. Was einen Beruf wirklich ausmacht, eher nicht. Seit ich im Bundestag bin, mache ich deshalb immer wieder Praktikumstage in meinem Wahlkreis.

In den letzten Wochen war ich unter anderem im Glauburg Café und bei der Lebenshilfe Frankfurt. Solche Praktikumstage begleiten mich aber schon länger. In den vergangenen Jahren habe ich unter anderem Briefe bei der Deutschen Post ausgetragen, bei REWE an der Kasse gesessen, Fahrkarten in Regionalbahnen kontrolliert oder die Straßenreinigung der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH begleitet.

Im Glauburg Café habe ich in der Küche und an der Kaffeemaschine mitgeholfen. Dabei ging es auch um den Alltag vieler Gastronomiebetriebe: steigende Personalkosten, Gäste, die genauer aufs Geld schauen als noch vor ein paar Jahren, und ein Team, in dem Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten zusammenarbeiten. Für viele Menschen mit Fluchtgeschichte beginnt genau hier der erste Job in Deutschland.

Bei der Lebenshilfe Frankfurt am Main e.V. habe ich einen Tag in der inklusiven Wohn- und Tagesstätte „Alte Mühle“ verbracht. Dort wird gemeinsam gekocht, gelacht und der Alltag miteinander gestaltet. Besonders beeindruckt hat mich, wie selbstverständlich dort Gemeinschaft gelebt wird.

Jedes dieser Praktika hinterlässt andere Eindrücke. Gemeinsam haben sie aber etwas: Man schaut danach anders auf den Beruf. Und manchmal merkt man dabei auch, dass die Wirklichkeit komplizierter ist als die Debatte darüber.

Deshalb werde ich auch in Zukunft immer wieder mal den Beruf wechseln. Danke an alle, die mich so offen aufgenommen und an ihrem Arbeitsalltag haben teilhaben lassen.

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Mein Tagespraktikum in der Bäckerei Schaan